Graffiti wird häufig mit illegalen Schmierereien an Hauswänden und öffentlichen Gebäuden verbunden. Dabei sind Graffiti wesentlich mehr als hässliche Beschädigungen. Sie können schnell zu einem Kunstwerk werden und sind für jeden Interessierten leicht zu erstellen, ohne sich in der Illegalität bewegen zu müssen.
Von der Antike bis zum Hip Hop
Die Geschichte der Graffiti reicht bis in die Antike zurück. Denn die gekratzten Innenschriften in ägyptischen Tempeln zählen weitläufig zum Graffiti. Ebenso dazugehörig sind die Malereien der Römer, welche an Hauswänden oder öffentlichen Gebäuden die Lebenssituation der damaligen Zeit wiedergeben. Auch die Maya setzten genauso auf Zeichen durch Graffiti wie andere große Völker und Kulturen. Häufig wurden Graffiti dabei eingesetzt, um Alltagssituationen zu dokumentieren, einen Besuch zu kennzeichnen oder einfach seinen Namen an einem Ort festzuhalten. Während die frühen Graffiti durch Ritzen und Malen entstanden, wurden bereits in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts Sprühdosen genutzt. Die 68er besprühten dabei gern öffentliche Gebäude mit politischen Parolen und teilten somit ihre Meinung mit. Große Popularität und auch künstlerische Anerkennung konnte Graffiti durch die Hip Hop Kultur Anfang der 1980er gewinnen. Neben Rappen, Breakdance und dem DJ zählt Graffiti von Beginn an als eines der Elemente der Subkultur. Dabei kommt es darauf an, dass der Graffiti Künstler durch seine Bilder auf sich aufmerksam macht. Natürlich ist die Vielzahl der Werke dabei ein erfolgreiches Mittel, doch stilistisch und ansprechende Bilder gelten als Gradmesser, um sich mit anderen Sprühern zu messen.
Viele legale Möglichkeiten
Wer Spaß am Graffiti hat, braucht heute nicht mehr nachts illegal eine Wand zu suchen. In den meisten Städten bieten sich Möglichkeiten wie alte Gebäude, Jugendzentren oder Mauern, wo es erlaubt ist, Graffiti anzubringen. Dabei kann sich der Sprüher am Tag und legal in seiner Kreativität austoben. Hier können auch Anfänger in Kontakt mit erfahrenen Künstlern treten und sich ein paar Handgriffe abschauen. Um die Kunst des Graffiti zu lernen, benötigt es nur ein paar Farbdosen, einen geeigneten Platz und ausreichend Kreativität. In Jugendzentren, im Internet oder beim Rathaus bekommt der Interessierte dabei Auskunft, wo er die Kunst des Graffiti legal ausüben kann und über welche Ausrüstung man verfügen sollte.
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