Modernisierung
Wer früher an einen Museumsbesuch dachte, dem graute es vor verstaubten Antiquitäten, blechernen Rüstungen und trockenen Führungen durch die riesigen Hallen. Doch das angestaubte Image der Kulturhäuser wurde längst abgelegt und erfreut sich immer mehr der steigenden Beliebtheit.
Durch die Neuausrichtung der Museen konnten die deutschen Galerien und Museen eine wachsende Anzahl der Museumsbesuche verbuchen. Der Grund liegt vorallem in der Aussendarstellung, der Angebotsvielfalt und den Variationen der Ausstellungen selbst. Mit moderner Technik, zeitgenössischen Bauten und themenübergreifenden Leitmotiven präsentieren sich die deutschen Häuser attraktiver denn je.
Museumsarten
Vom DDR-Museum, Sex-Museum, Currywurst-Museum bis zur altgriechischen Mythologieausstellung ist alles vorhanden und deckt damit den Wunsch nach Vielfalt ab. In früheren Zeiten beschänkte man sich auf die Darstellung der weltlichen und deutschen Geschichte. Ziel des Museumsbesuches war es, dem Besucher zu lehren, was in der Vergangenheit geschah und wo die Hintergründe der heutigen Gesellschaft liegen. Diese Form der Wissensübermittlung ist wichtig und ist auch noch heute das angedachte Ziel. Aber die Art und Weise hat sich aufgrund der wachsenden Ansprüche der Besucher im Laufe der Zeit gewandelt. Videoinstallationen, Wissen zum Anfassen oder liebevoll aufgebaute Welten machen das Lernen greifbar. Mit der Anpassung haben es die Museen geschafft sich neu zu entdecken. Von dem Image des alten, stillen Gemäuers hat man sich schon lange entfernt.
Jedes Jahr besuchen zirka 120 Millionen Menschen die deutschen Museen und artverwandte Einrichtungen. Museen sind einfach attraktiv, selbst bei schlechtem Wetter kann man sie besuchen und lernt dabei sogar noch etwas dazu. Dabei ist es ganz egal, ob es sich um das Pergamonmuseum in Berlin handelt oder das Heimatkundemuseum in der Pfalz.
Mvornehm at the German language Wikipedia [GFDL or CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons

