Sich für Kultur zu begeistern muss nicht immer heißen, regelmäßig in die Oper oder ins Theater zu gehen. Auch der Besuch von Laienspielgruppen wie studentischen Theatergruppen oder Hobby-Chören ist ein Konsum von Kultur. Doch es muss nicht immer nur Konsum sein. Selbst mitmachen wird wieder in. Veranstaltungen wie Poetry Slams oder Open Stages laden zum Mitmachen ein. Dabei muss man kein Profi sein, denn diese Formate sind gerade für Leute gedacht, für die ihre Kunst ein Hobby ist.
Der Poetry Slam
Beim Poetry Slam wird im Wettbewerbsmodus Selbstgeschriebenes Vorgetragen. Ob Prosa oder Lyrik, Tragisches, Komisches, Persönliches oder Fantastisches – vorgetragen werden darf alles, solange es nicht gesungen, sondern gesprochen wird. Ebenfalls verboten sind Masken und Verkleidungen. Wer lokale Ausscheidungen gewinnt, qualifiziert sich für einen Wettbewerb auf der nächst höheren Ebene. Die Teilnahme an Poetry-Slams ist kostenlos, vom Zuschauer wird allerdings ein Eintrittsgeld verlangt. Mitmachen lohnt sich also doppelt – zum einen spart man die Kosten für den Eintritt und kann jede Menge unveröffentlichte und sonst unzugängliche Literatur genießen (und das sogar gelesen vom Verfasser), zum anderen hat man die Möglichkeit, seine Werke einem öffentlichen Publikum zu präsentieren. Kann man das Publikum überzeugen, winkt sogar noch ein dritter Benefit, nämlich der Einzug in die nächste Runde – dem Poetry Slam auf einem größeren geographischen Level.
Bild: S. Hofschlaeger / pixelio.de

